Der German Chocolate Award 2026 ist erfolgreich abgeschlossen und bestätigt einmal mehr seine wachsende Bedeutung für die handwerkliche Confiserie im deutschsprachigen Raum. Bereits zum fünften Mal wurde der renommierte Wettbewerb an der Bundesakademie in Weinheim ausgerichtet und konnte auch in diesem Jahr mit einer hohen Beteiligung sowie innovativen Einreichungen überzeugen.
Eine wichtige Neuerung stellte in diesem Jahr die umfassende Juryschulung am 4. März 2026 dar. Ziel dieser Maßnahme war es, die Bewertungsqualität weiter zu steigern und den Mehrwert für die teilnehmenden Betriebe zu erhöhen. Im Rahmen der Schulung wurden für alle Wettbewerbskategorien verbindliche Standards definiert. Zu den Kategorien zählten Formpralinen, Schnitt- und Schichtpralinen, Trüffel, Tafeln, gefüllte Tafeln und Schokoladenriegel, Dragees, Aufstriche sowie Konfekt. Jede Kategorie wurde von einem Prüfgruppenleiter betreut, der die konsequente Einhaltung der festgelegten Kriterien sicherstellte.
Die eigentliche Bewertung der eingesandten Produkte fand am Donnerstag, den 5. März 2026, statt. Eine über 30-köpfige Fachjury nahm sich der anspruchsvollen Aufgabe an, die mehr als 250 Einsendungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu prüfen. Jedes Produkt wurde dabei von zwei unabhängigen Juroren bewertet. Im Falle unterschiedlicher Einschätzungen erfolgte eine zusätzliche Drittbewertung durch den jeweiligen Prüfgruppenleiter, um größtmögliche Objektivität zu gewährleisten.
Die feierliche Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgte am 23. April 2026 im Rahmen der Schokoladengala. Diese Veranstaltung bildet traditionell den Höhepunkt des Wettbewerbs und bringt Einsender, Jurymitglieder sowie Sponsoren zusammen. Neben dem fachlichen Austausch und der Netzwerkpflege stand vor allem die Verleihung der begehrten Auszeichnungen im Mittelpunkt. Insgesamt wurden in diesem Jahr 71 Gold-, 94 Silber- und 69 Bronze-Auszeichnungen vergeben.
Inhaltlich zeigt sich ein klarer Trend: Die Welt der Schokolade entwickelt sich zunehmend in Richtung komplexer und international inspirierter Geschmackserlebnisse. Klassisch süße Profile werden durch kreative und oft überraschende Kombinationen ergänzt. Aromen wie Yuzu, Miso oder auch Interpretationen bekannter Cocktails wie Espresso Martini oder Whisky Sour finden ihren Weg in die Confiserie. Pralinen entwickeln sich dabei immer mehr zu kleinen „Signature Dishes“, die Einflüsse aus gehobener Gastronomie und moderner Barkultur aufgreifen.
Besonders auffällig ist die Vielfalt globaler Zutaten: Zitrusnoten treffen auf Matcha oder schwarzen Sesam, exotische Früchte ergänzen florale und würzige Komponenten wie Lavendel, Tonka oder Rosmarin. Gleichzeitig gewinnen intensivere, weniger süße Geschmacksprofile an Bedeutung, bei denen Kaffee-, Kakao- und Röstaromen im Vordergrund stehen. Auch die Verbindung von süßen und herzhaften Elementen wird immer selbstverständlicher – etwa durch Zutaten wie Olivenöl, Chili oder Miso.
Neben geschmacklicher Innovation spielen auch Nachhaltigkeit und Qualität eine immer größere Rolle. Hochwertige Rohstoffe, transparente Lieferketten sowie vegane Rezepturen sind längst feste Bestandteile moderner Produktkonzepte. Diese Entwicklungen spiegeln den Zeitgeist wider und zeigen, dass Genuss und Verantwortung zunehmend Hand in Hand gehen.
Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren Cluizel, Confis Express, Selmi Partner, Original Beans, Valrhona und Lubeca sowie der Koca als Medienpartner. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, die Durchführung des Wettbewerbs in dieser Form zu ermöglichen.
Der nächste German Chocolate Award ist bereits in Planung. Interessierte Chocolatiers und Konditoreien können sich schon jetzt unverbindlich per E-Mail an info@akademie-weinheim.de registrieren. Die Jurysitzung ist für den 24. und 25. Februar 2027 vorgesehen, Einsendeschluss ist voraussichtlich der 22. Februar 2027. Die Schokoladengala findet am 29. April 2027 statt.
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Anhang:
Bilder, Quelle: Bundesakademie Weinheim, Bernd Siebold (Abdruck honorarfrei)
Siegerliste German Chocolate Award 2026
Kontakt für Rückfragen
Sara Di Napoli, dinapoli@akademie-weinheim.de