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News

28. Februar 2019

Viele Emotionen und bestes Brot beim 3. Weinheimer Brotforum

Alle zwei Jahre bringt die Bundesakademie Weinheim Brotexperten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammen. Hierzu fand nun bereits zum dritten Mal das Weinheimer Brotforum statt.

Die Kultbäcker Max Kugel und Josef Hinkel, Österreichs Brotstar Dietmar Kappl, Martin Dries aus dem Rheingau, Wacken-Bäcker Axel Schmitt, Brotprüfer Manfred Stiefel, die Wildbakers, Brotblogger Manfred Schellin, Prof. Michael Kleinert, Geschäftsführer Norbert Lötz von Harry-Brot, Reto Fries aus Richemont sowie Bernd Kütscher: das Programm der Veranstaltung wurde dem Untertitel „Brot-Stars on Stage“ in bester Weise gerecht. Diese referierten und diskutierten an der Bundesakademie auf hohem Niveau zur Zukunft des Brotes. Dazu reisten 125 Personen aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien trotz der Karnevalswoche nach Weinheim.

Für angenehme Emotionen sorgte dabei schon der Vorabend-Netzwerktreff bei Brot & Wein, bei dem die besten Brote der Referenten getestet werden konnten. Eines der Highlights der gelungenen Veranstaltung war gewiss auch die Talkrunde, bei der Handwerksbäcker wie Max Kugel und Josef Hinkel mit Norbert Lötz als Geschäftsführer von Harry-Brot diskutierten, unter Einbeziehung des Publikums. Angesichts des Umstands, dass Harry-Brot als Marktführer (mit über 1 Milliarde Euro Jahresumsatz) auch billiges Brot für Discounter liefert, ging es sehr emotional zu. Wie muss es sein, das „wahre“ Brot? Kommt es vom Handwerksbäcker, vom Filialisten oder auch aus dem Supermarkt? Letztlich war man sich aber einig: jede Angebotsform hat ihre Marktberechtigung und wer als Handwerksbäcker auf Qualität, Transparenz, Kundennähe und Emotionen setzt, hat beste Chancen.

Vorträge weiterer Referenten behandelten die Brotmärkte in Deutschland und der Schweiz und verschiedene Aspekte des Marketings. Prof. Michael Kleinert und Bernd Kütscher riefen als Moderatoren abschließend dazu auf, gemeinsam und mit positiven Botschaften gegen die Verunglimpfung des Brotes vorzugehen. Denn das Kulturgut Brot hat einen größeren Stellenwert in Ernährung und Gesellschaft verdient.